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    Freitag, den 21.Juli 2017

 

Was bringt uns das neue Jahr??

Bornheim - 03. Januar 2008

Das neue Jahr ist noch ganz frisch. Die ideale Zeit sich Gedanken darüber zu machen, was Neues auf uns zukommt.
Aber irgendwie steckt noch alles im Dornrösschen Schlaf. Viele Vereine halten noch Winterruhe. Die meisten Plätze sind nicht bespielbar. Nur Wenige haben leider das Glück in einer Halle trainieren zu können.

Die alljährlichen Jahreshauptversammlungen, in denen für das neue Jahr geplant wird, warten noch auf die Durchführung.

Seminare gibt es im Winter eigentlich nur bei den professionellen Anbietern, die Ihre Hundesportler das ganze Jahr über mit Kursen versorgen. Die einzige Ausnahme, die uns gemeldet wurde, ist das Indoor - Seminar mit Martin Eberle und Daniel Schröder in der Reithalle bei Mona Grefenstein, die zum Jahresende mal eben mit Cleo Deutscher VDH Meister geworden ist. Dazu noch herzlichen Glückwunsch von agility.de.

Ansonsten wurden schon die ersten Turniertermine für die kommende Saison gemeldet. Die ganz Hartgesottenen werden sich schon im Januar und Februar zu den ersten Turnieren in den eiskalten Reithallen treffen.

Ich bin ehrlich und freue mich schon wieder auf die Freiluftsaison, die hoffentlich schon im März mit schönem Wetter beginnt.

Bei meiner Recherche zum Thema Turniere habe ich erfreulicherweise festgestellt, dass Agility-service.de, nach dem sie für eine gewisse Zeit von der Bildfläche verschwunden waren, wieder im Internet erreichbar sind.

Für die kommende Turniersaison gibt es auch die ein oder andere Änderung des Reglement, die man beachten sollte. Man spricht zwar schon überall darüber, aber im Internet zu lesen, gibt es bisher wenig. Auf der DVG Seite ist zum Thema Begleithundeprüfung (BH) nichts zu lesen oder so gut versteckt, dass man es nicht findet.

Gefunden habe ich dann etwas auf der Internetseite der Agilityfreunde Kaiserslautern die auf VDH-Zusatzinformation zur neuen Prüfungsordnung verweist(nachzulesen auf der Internetseite des Club für Britische Hütehunde, e.V.).

Da steht zu lesen:

"Jede Person, die noch nie einen Hund ausgebildet hat, muss eine vollständige BH/VT-Prüfung ablegen, bevor sie zu einer Sportprüfung zugelassen wird."

"Nach ausführlicher Aussprache zu diesem Antrag wurde einstimmig festgelegt, dass die Zulassungsbestimmungen zu termingeschützten Prüfungen mit Wirksamkeit ab Januar 2008 wie folgt zu ergänzen sind:
Zugelassen sind alle Hundehalter, die den Nachweis erbringen, bereits in einer von einem prüfungsberechtigten VDH Mitgliedsverband (AZG-MV) durchgeführten termingeschützten Veranstaltung selbst eine Begleithundprüfung abgelegt zu haben. Fehlt ein derartiger Nachweis, hat der Hundehalter, vor Eintritt in eine Prüfung eine komplette Begleithundprüfung abzulegen, unabhängig davon, ob der vorzustellende Hund bereits mit einem anderen Hundeführer eine Begleithundprüfung erfolgreich ablegte.
Hier wurde darauf verwiesen, dass alle AZG-MV ihre Leistungsnachweise entsprechend zu ergänzen haben, dass erkennbar ist, wer einen Hund zur Begleithundprüfung vorstellte."

Aber was heißt das jetzt genau?
Reichte es im letzten Jahr noch aus, dass der Hund im Besitz einer Begleithundprüfung war, so muss in diesem Jahr auch der Hundeführer nachweisen, dass er schon einmal einen Hund zur Begleithundeprüfung vorgestellt haben. Der dort vorgestellte Hund muss nicht der Hund sein, den der Hundeführer bei einem Turnier führt.

Grundsätzlich finde ich eine Begleithundeprüfung sinnvoll, denn sie zeigt, dass der Hund in der Lage ist den wichtigsten Grundkommandos Folge zu leisten und dass der Hundeführer in der Lage ist, seinen Hund zu führen. Die dort abgefragten Fähigkeiten, wie:


  • - einen Hund vernünftig an der Leine zu führen

  • - einen Hund eine vorgegebene Wegstrecke bei Fuß zu führen

  • - Sitz und Platz aus der Bewegung

  • - Ablegen eines Hundes für eine gewissen Zeitraum


gehören für mich zum kleinen Einmaleins der Hundehaltung und sollten eigentlich keine Probleme mehr bereiten. Die vielen Teilnehmer,die bei einer BH durchfallen, zeigen aber, dass es scheinbar nicht so einfach ist. Was bisher dazu geführt hat, dass ein Hundeführer der unbedingt mit seinem Hund bei einem Agilityturnier starten wollte, aber Probleme mit der BH hatte, sich jemanden suchen konnte, der seinen Hund auf die BH vorbereitet und dort vorgestellt hat. Dass der Hundeführerer selbst nicht in der Lage war, die BH zu schaffen, wird oft mit Prüfungsangst begründet. Ich frage mich dann aber, wie derselbe Hundeführer, der mit seinen Hund nicht die BH geschafft hat, glauben kann, dass er mit dieser Prüfungsangst ein Agilityturnier vor vielen Zuschauern stressfrei und vernünftig absolvieren kann?!?

Von dieser Sichtweise her ist es sinnvoll, dass jetzt auch der Hundeführer eine BH vorweisen muss. Allerdings könnte er sich jetzt einen Hund im Bekanntenkreis suchen, der die BH im Schlaf macht und dem es egal ist, wer neben ihm die Prüfung läuft. Das würde bei den Problemfällen in meinen Augen auch nichts bringen.

Durch diese zusätzliche BH-Prüfung bestraft werden nur die vielen Jugendlichen, die mittlerweile so alt sind, dass sie den Hund ihrer Eltern führen können. Aber ab 2008 nicht dürfen, weil ihnen selbst die BH fehlt. Warum muss man das Ganze wieder mit zusätzlichem finanziellen und bürokratischen Aufwand erschweren, was man mit Leichtigkeit durch die Strukturen im Verein lösen könnte???

Wenn man bei einem Agility-Turnier starten will, benötigt der Hund die BH, eine Leistungskarte und der Hundeführere muss Mitglied in einem Verein sein.
Für das Turnier zugelassen wird man nur, wenn der Trainer oder ein fachkundiges Vorstandsmitglied die Turnieranmeldung unterschreibt.

Warum kann man für die Fälle, bei dem ein Jugendlicher beim Training beweist, dass er einen Hund, der bereits die BH besitzt, führen kann, nicht durch den Trainer bescheinigen lassen, dass er an einem Turnier teilnehmen kann. Notfalls könnte man das auch von einer vereinsinterne Agilityprüfung abhängig machen.

Ich finde, es wird hier wieder mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Aber die Richtigen trifft es eh nicht, da die wieder eine neue Lücke finden werden, um sich das Leben leicht zu machen.

Ich bin gespannt, was ihr von der Neuerung haltet. Darum freue ich mich auf eure Anmerkungen zu diesem Thema.


Eure Anmerkungen

Anmerkung 06.01.2008 22:52:26 - von Iris König

Hallo Liebe Hundefreunde, ja ja, die BH! Leider hat mein Sohn auch damit Probleme. Er ist 13 Jahre alt und hat schon sehr viel Hundeerfahrung, da wir seit 4 Jahren einen Border Collie besitzten den auch mein Sohn schon auf Turnieren gut geführt hat. Dann haben wir uns einen 11 Monate alten Border dazugeholt aus einer Notstelle. Ein toller Hund den mein Sohn seit einem Jahr ausbildet. Der Hund ist im Alltag und auch auf dem Agility Training super zu führen. Die BH haben sie trotzdem nicht geschafft, da der Prüfer die "Automatisierung" des Hundes vermisst hat. Also, er bemängelte das mein Sohn zu viel Hilfe gab. Der Hund blieb liegen, hat Sitz und Platz aus der Bewegung super gemacht, nur die Freifolge war nicht wirklich der Hammer.....Das hat aber dem Prüfer nicht gereicht. Ich fand das für meinen Sohn ganz schlimm, weil er in diesen Hund so viel Zeit, Liebe und Energie gesteckt hat und so ein Prüfer gerade den jungen Menschen dann doch auch die Freude nimmt. Ich meine er sieht den Hund und den Führer 10 Minuten in einem absolut blöden Schema laufen.....Das heißt doch nichts. Zumal unser Hund ja alle Vorrausetzungen erfüllte. Mein Sohn möchte Agility machen und auch im Alltag Spaß mit seinem Hund haben. Was ja auch klappt, aber jetzt geht er mit noch viel mehr Angst in die Prüfung. Ich wünsche ihm das er es nun doch schafft und das er einen Prüfer bekommt der auch einmal die Jungend unterstützt. Wie viele 13 oder 14 jährige gibt es schon, die die Verantwortung jeden Tag für ein Tier übernehmen und einen riesen Spaß an dem gemeinsamen Sport mit Hund haben. Ich finde da sollten die Prüfer nicht ganz so streng sein und doch mal abwägen ob wir Automaten wollen oder Hunde mit Seele. Was nicht heißen soll das ein Gehorsam dazugehört. Aber das lernen Hunde jeden Tag und nicht nur auf dem Platz. Liebe sportliche Grüße Iris König

Anmerkung 09.01.2008 22:14:52 - von Ute König

Liebe Hundesportler/innen, ich kann meiner Schwester zu o.g. Bericht nur zustimmen. Liebe Grüße Ute König

Anmerkung 16.01.2008 12:32:20 - von Irma

Hallo, ich kenne bestens für den Alltag erzogene Hunde, die durch die BH-Prüfung gefallen sind - weil sie nicht wie Automaten milimetergenau am Knie geklebt haben. Für unseren Hund war das BH-Training staubtrocken und langweilig. Ohne ständige Motivation lief da garnichts - aber die gibt bei der Prüfung Punktabzug und dann hängt die Frage bestanden oder nicht nur am Blickwinkel des Prüfers, denn fehlerfrei läuft es ja sowieso nicht. Beim Agility ist der Lauf selbst mehr als genug Motivation für unseren Hund. Einmal habe ich die BH mit unserem Hund geschafft. Zum Glück will mein Freund nicht mit ihm Agility laufen! Und ich werde wohl mal schauen müssen. Für die bestandene BH gab es eine Urkunde auf der Hund und Hundeführer vermerkt waren. Bisher habe ich diesem Teil keine besondere Bedeutung beigemessen - nun wurde sie zum wichtigen Dokument für mich. Ist sie doch der einzige Nachweis, daß ich schon mal eine BH erfolgreich abgelegt habe. Nur für den Fall, daß beim nächsten Hund mein Freund mit der Prüfung erfolgreicher sein sollte. Denn Leute mit Hunden, die auf Kommando mit jedem die BH ablegen kenne ich leider keine. Kopfschüttelnde-ob des Bürokratismus-Grüße Irma

Anmerkung 21.01.2008 17:10:03 - von Irina

nur mal so nebenbei bemerkt: Von Alexandra Roth durfte ich erfahren, dass in der Schweiz vor einer Agility Laufbahn keine BH Prüfung vorgeschrieben ist. Nicht für Hund und nicht für Halter. Die Hunde in der Schweiz sind ihres Wissens nach aber nicht ungehorsamer als die deutschen und auch auf den Turnieren geht es ebenso gesittet zu. Dafür spinnen sie halt anders. Da darf jeder Hundeführer nur einmal in seiner Karriere einen Mischling führen oder so....

Anmerkung 16.06.2008 15:58:48 - von Peter

Lieber BH - Gemeinde! Ist es wirklich so, dass von dem Hundeführer ein Nachweis erbracht werden muss, dass man einen Hund erfolgreich auf einer BH geführt hat??? Oder ist es nicht vielmehr so, dass man lediglich die Sachkunde nachweisen muss! So ist es mir nämlich bekannt! Was ist in diesem Zusammenhang mit denen die schon regelmäßig an Prüfungen teilnehmen??? Erhalten die einen Sonderstatus???? Als jemand der selbst regelmäßig eine Meldestelle besetzt, kann ich nur sagen, wenn ich das auch noch alles überprüfen muss, dann gute Nacht! Sportliche Grüße Peter


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